Stornogebühren schlüsseldienst

Stornogebühren schlüsseldienst

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Schlüsseldienst Storno

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung/Vertretung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden. Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer anderen Beurteilung des Falles führen. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Zunächst einmal ist davon auszugehen, dass ein wirksamer Vertragsschluss erfolgt ist, so dass Sie auch dem Grunde nach zur Vergütung verpflichtet sind.

Fraglich ist also lediglich die Höhe der geschuldeten Vergütung. Hier ist widerum zwischen der "Einsatzpauschale" und der Arbeitszeit zu differenzieren.

Hinsichtlich der Einsatzpauschale ist einerseits denkbar, dass diese grundsätzlich für jeden Auftrag anfällt (dafür spricht die Formulierung "pauschale"), so dass Sie dann bereits das Grundentgelt von 43 € zu entrichten hätten. Es ist ebenso denkbar, dass dieser Betrag aber nur für die Dienstleistung selbst anfällt, also als Entgelt für das eingesetzte Know-how und Werkzeug des Unternehmens (dafür spricht die Formulierung "Einsatz"). Dann müssten Sie dieses Grundentgelt nicht begleichen, da die Dienstleistung ja nicht mehr erfolgen musste und der Schlüsseldienst die Tür nicht geöffnet hat. Soweit Sie sich hier nicht vorher erkundigt haben, wann diese Pauschale anfällt, sollten Sie dies jetzt nachholen (z.B. im Internet oder durch einen erneuten Anruf). Sollten es nach wie vor unklar bleiben, wofür die Pauschale anfällt und sollte diese auf der Rechnung ausgewiesen sein, sollten Sie versuchen, sich mit dem Unternehmen auf die halbe Pauschale zu einigen.

Bei der Arbeitszeit soll jede angefangene Viertelstunde mit 39 € vergütet werden. Fraglich ist also, ob dieser Betrag ein- oder zweimal anfällt. Da Sie den Auftrag 10 Minuten nach seiner Erteilung storniert haben, kommt in Betracht, dass sich der Handwerker bereits 10 Minuten vom Unternehmen entfernt hat, also auch 10 Minuten für die Rückfahrt brauchte. Dann wären zwei Viertelstunden angefangen. Denkbar ist auch, dass er nicht unmittelbar nach Ihrem Auftrag losgefahren ist, sondern insgesamt nur eine Virtelstunde angefangen wurde. Die Beweislast trägt hierfür der Schlüsseldienst, so dass Sie zunächst einmal den Standpunkt vertreten sollten, nur eine Viertelstunde vergüten zu müssen.

In dem denkbar günstigsten Falle einer Rechnung über 39 € (eine Viertelstunde) sollten Sie diese begleichen. Sollten Sie aber eine Rechnung über 78 € (zwei Viertelstunden), 82 € (Pauschale und eine Viertelstunde) oder gar 121 € (Pauschale und zwei Viertelstunden) erhalten, sollten Sie den Rechnungsbetrag nicht sofort anerkennen, sondern zum einen einen Nachweis über die angefallene zweite Viertelstunde verlangen und/oder in Abrede stellen, dass die Pauschale gar nicht angefallen sei. Bei einem solchen Vorgehen sehe ich gute Chancen, dass Sie sich mit dem Unternehmen zumindest auf einen Kompromiss einigen können.

Eine rechtssichere Auskunft, welches Entgelt konkret verlangt werden kann, kann an dieser Stelle nicht getroffen werden, da - wie oben ausgeführt - mehrere Konstellationen rechtlich denkbar sind und unklar ist, was genau Vertragsgegenstand wurde. Das für Sie günstige ist, dass der Gegner die Darlegungs- und Beweislast für die Höhe der Vergütung trägt.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben.

Источник: https://www.frag-einen-anwalt.de/Schluesseldienst-Storno--f62861.html